30 Jahre Linux

WOBLUG-Online Geburtstagsparty

Am kommenden Donnerstag, den 9.9. wollen wir ab 19:00 Uhr eine virtuelle Geburtstagsparty feiern. Hintergrund ist der 30. Geburtstag unseres Lieblings-Betriebssystems. Wir treffen uns unter der bekannten Adresse https://teamjoin.de/WOBLUG-Treffen

Wer möchte, kann dann über seinen ersten Kontakt mit dem freien Betriebssystem berichten. Wie hier etwa unter dem Titel „Meine Reise mit Linux“ im Blog linuxnews.de

Als Vorbereitung empfehle ich hier unsere freie Kommunikationsplattform https://chat.woblug.de

Die Geburtsstunde von Linux

Der 25. August 1991 gilt als Geburtsstunde eines der erfolgreichsten, wenn nicht sogar des erfolgreichsten Computerbetriebssystems. Ohne Linux hätten wir heute statt dem Internet, vielleicht nur ein besseres BTX. Ältere Semester unter uns, werden sich wohl noch mit einem Schmunzeln daran erinnern, wie man damals gesurft ist. Obwohl surfen konnte man es nicht nennen, das war eher Kästchenhüpfen.

Ohne Linux, keine Internetgiganten!?

Viele große namhafte Unternehmen würde es vermutlich heute nicht geben, wenn sie in den Anfangsjahren fast ihr gesamtes Startkapital für Lizenzen hätten ausgeben müssen. Selbst diesen einen Elektroautobauer würde es wahrscheinlich nicht geben, weil der Gründer kein Geld mit der Erfindung seines Internetbezahlsystems hätte machen können!? Der bereits verstorbene Herr des Betriebssystems mit dem Apfel, wäre wohl nie auf die Idee gekommen ein Mobiltelefon mit stromfressenden großen Touchscreen zu bauen. Wo wir gerade bei Smartphones sind, womit läuft das am weitesten verbreitete Gerät in diesem Segment? Richtig! Mit Linux! 🙂

Bis dahin,
Norbert Schulze


Linux User Group Wolfsburg

Welches Office für Linux?

WOBLUG Technik-Treff online an Himmelfahrt

Hallo zusammen,

am kommenden Donnerstag ab 19:00 Uhr habe ich diesmal ein Thema rausgesucht, was mich selber auch immer wieder als Administrator unter Stress setzt. Mir persönlich reicht LibreOffice auf meinem Linux-PCs vollkommen aus. Hab ja vor 20 Jahren Volkshochschulkurse zu OpenOffice – dem Vorgänger – gegeben. Die Oberfläche hat sich bis heute nicht so drastisch geändert, wie bei dem allseits bekannten Office-Paket aus Redmond. Merkwürdigerweise machen hier viele Menschen scheinbar klaglos jeden Designwechsel von Microsofts- Marketingstrategen mit. Hätte ich damals MS-Office geschult, dann wäre mir der Nachschub an Teilnehmern nie ausgegangen.

Textverarbeitung

In vielen Stellenausschreibungen finden man unter den Anforderungen: „Gute in MS-Office Anwendungen“. Was sagt dieses Kriterium überhaupt aus, wenn diese Person gerade frisch von der Schule kommt und ausschließlich bisher mit Office 365 gearbeitet hat. Dann im Unternehmen aber auf Office 2016 trifft. Genauso könnte man in den Anforderungen schreiben: „Gute Kenntnisse in der Bedienung von Volkswagen Modellen“ statt „Führerschein Klasse …“.

Natürlich könnte man jetzt sagen, der IT-Nerd hat gut reden, für den ist ja alles total einfach. Sorry Leute, da muss ich leider korrigieren. In den Büros sitzen weitaus mehr normale Leute mit weitergehenden Office-Kenntissen, als Administratoren. Was die Admins aber im Blut haben, ist ihre Unerschrockenheit, wenn etwas in der IT klemmt. Sie geben nicht gleich auf, wenn ein Menüpunkt plötzlich nach dem Update woanders sitzt oder die Formatierung in der Textverarbeitung etwas verrutscht ist. Weil sie sich weniger mit der Bedienung, als mehr mit Funktionsweise von Office-Programmen beschäftigen. Dadurch überdauert man problemlos mehrere neue Versionen von dem hier jetzt mehrfach angesprochenen MS-Office.

Natürlich können wir nicht knallhart von allen Büromenschen ein Umdenken verlangen. Manchmal kommt man um einen pragmatischen Ansatz nicht herum. Wenn man in Linux in die Büros bringen will, dann kann man selten erfolgreich auch ein OpenSource-Office durchsetzen. Spätestens beim Datenaustausch mit Partnerfirmen oder Behörden, fällt einem immer wieder die unglaubliche Abhängigkeit von Microsofts Office-Formaten auf die Füße. Aber soll man jetzt nur deswegen auch auf Windows setzen und sich die ganzen Folgekosten und Risiken aussetzen, die dieses Betriebssystem nun einmal mit sich bringt? Nein, hier könnte man auch einen pragmatischen Weg gehen. Es gibt zum Beispiel seit vielen Jahren ein flottes kleines Office-Paket von der Firma SoftMaker aus Nürnberg. Das läuft sowohl auf Linux, Mac und Windows! Word Dokumente werden damit meist besser dargestellt und verarbeitet als mit LibreOffice. Ähnliches gilt für das im Vergleich noch junge Produkt OnlyOffice. Freie Software ist es obendrein.

Als Linuxer möchte man natürlich eine perfekte freie Lösung ohne irgendwelche Abhängigkeiten. Nur wenn man wegen einem stringenten Fahrplan letztendlich doch wieder gegen den Riesen Microsoft verliert, dann halte ich ein freies Linux mit proprietären Office für praktikabel.

Also genug Stoff um an Himmelfahrt mal darüber zu diskutieren.

Wann: Donnerstag, 13. Mai 19:00Uhr

Videokonferenz:
https://teamjoin.de/WOBLUG-Tr…

Bis dahin,
Norbert Schulze

Home-Office leicht gemacht mit Apache Guacamole

Eine Pandemie verändert die Arbeitswelt.

Noch 2019 war Home-Office ein exklusives Recht für einen privilegierten überschaubaren Personenkreis. 2020 hat sich das dann schlagartig geändert. Doch nicht jedes Unternehmen oder jede Organisation hat die Ressourcen, um mal eben einen Heimarbeitsplatz anzubieten. Notebooks und VPN-Zugänge verursachen nicht unerhebliche Anschaffungs- und auch fortlaufende Kosten.

Wenn die Menschen daheim Notebook, Tablet oder PC bereits im Besitz haben, warum nutzt man nicht einfach diese Geräte? Eine VPN-Anbindung wäre keine gute Idee, denn niemand kann den Systemzustand bezüglich Sicherheitspatches und Virenscanner kontrollieren. Ebenso darf private IT nicht einfach von extern kontrolliert bzw.  Arbeitgeber werden.

Hier bietet sich nun eine Lösung an, welche schon einige Jahren zu unrecht ein Schattendasein führt: Apache Guacamole. Ja richtig, das Unternehmen hinter dem weltweit erfolgreichsten Webserver, hat auch fürs Home-Office eine Lösung parat. Es kann unterschiedliche Protokolle wie RDP, VNC, SSH etc. per verschlüsselter SSL Verbindung in jedem modernen Browser zur Verfügung stellen. Kurz: Der/Die Anwender:in öffnet auf dem privaten Gerät einen Browser, gibt die bekannten Zugangsdaten der Arbeitsumgebung ein und landet auf dem gewohnten Arbeitsplatz. Zur Sicherheit kann/sollte man noch die TOTP Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, welche in der Administration angeboten wird. Hier kommt in der Regel ein gewöhnliches Smartphone mit einer TOTP-App zum Einsatz.

Fazit: Mit Guacamole kann man mit wenig Aufwand Heimarbeitsplätze einrichten, die allen rechtlichen Anforderungen entsprechen und IT-Sicherheit gewährleisten. Beim Bremer Unternehmen Univention gibt es eine detailliertere Beschreibung des Systems. Eigentlich sollte jeder engagierte IT-Admin oder Dienstleister in der Lage sein, das System innerhalb kürzester Zeit zu realisieren.

Ein Kommentar von Norbert Schulze

Guacamole 0.9.4 Demo from Michael Jumper on Vimeo.