Bei Linux mitmachen

Linus Torvalds

In der WOBLUG sind wir von Linux begeistert und es sprechen gute Gründe dafür: Geringere Betriebskosten, eine große Auswahl von freien Anwendungen sowie der Communitygedanke.

Wie kann man bei der Distribution seiner Wahl nun mitmachen, sei es Ubuntu, Debian, openSUSE etc.?
Ein wichtiges Kommunikationsmittel bei den Distributionen sind Mailinglisten. Häufig sind diese in bestimmte Themengebiete unterteilt: Neulinge, Entwicker, Softwarelokalisierung etc. Hier ist es vor allem wichtig, die passende Mailingliste zu finden.
Wenn man einen reproduzierbaren Softwarefehler (Bug) findet, bieten zahlreiche Distributionen und Projekte sogenannte Bugzillas, wo man den Bug eintragen kann. Hier ist es wichtig, möglichst genaue Schritte zur Reproduzierung des Bugs anzugeben und nach Möglichkeit auch Ausgaben der Konsole zu liefern. Einige Distributionen haben ein spezielles Triage-Team, welches sich um die Zuweisungen der Bugs und entsprechende Sammlung von Rückfragen kümmert.
Bitte beachtet dabei, dass der Fehler auch upstream (beim Entwickler) liegen kann. Eventuelle Rückfragen beim Entwickler sind da oft hilfreich, vielleicht wurde das Problem schon erkannt und behoben.
Ein weiteres Kommunikationsmittel ist der Internet-Relay-Chat, kurz IRC genannt. Man benötigt einen IRC-Client und kann sich dann auf einem entsprechenden Server anmelden. Manche Projekte stellen auch eine Weboberfläche zum IRC bereit. Im IRC gibt es verschiedenste Kanäle (auch channels genannt) wo sich dann die Entwickler treffen. Englischkenntnisse sind allerdings häufig unabdinglich.
Anbei noch einige Links:
https://launchpad.net/ – Zentrale Plattform für die Ubuntuentwicklung, die aber auch anderen freien Softwareprojekten eine Plattform bietet.
https://bugzilla.opensuse.org – Bugzilla von openSUSE
https://issues.openmandriva.org/ – OpenMandriva Bugzilla
Der Autor dieses Textes, Maik Wagner, leitet ein Kleinunternehmen namens linuxandlanguages.com in Brome und betreut diverse Firmen bei der Nutzung betriebswirtschaftlicher Standardsoftware auf Linux-Basis und bietet Übersetzungen von Englischen und Französischen in die deutsche Sprache.

Das Wort zum neuen Jahr 2015 – Förderung Freien Wissens

Quelle: Wikimedia.org

Hallo zusammen,

vieles nehmen wir mittlerweile für selbstverständlich hin. Zum Beispiel die Existenz einer weltweiten freien Wissensdatenbank wie Wikipedia und das darin enthaltene Material. Hinter Wikipedia stehen keine wirtschaftlichen Interessen, keiner will uns dort aushorchen um uns etwas zu verkaufen. Wikipedia steht immer noch auf eigenen unabhängigen Beinen.

In Deutschland, wo das Wissen unser größter Rohstoff ist, sollten wir uns dieses tagtäglich bewusst machen. Es ist gut, dass sich immer noch genug Mitbürger nicht nur aus großen Schlagzeilen eine Meinung bilden, sondern genauer recherchieren oder gar an der freien Enzyklopädie mitwirken. Nur so kann Wissen erhalten, erweitert und eine friedliche Zukunft gesichert werden.

Der fundamentale Akt von Freundschaft unter denkenden Wesen besteht darin, einander etwas beizubringen und Wissen gemeinsam zu nutzen. Dies ist nicht nur ein nützlicher Akt, sondern es hilft die Bande des guten Willens zu verstärken, die die Grundlage der Gesellschaft bilden und diese von der Wildnis unterscheidet. Dieser gute Wille, die Bereitschaft unserem Nächsten zu helfen, ist genau das, was die Gesellschaft zusammenhält und was sie lebenswert macht. Jede Politik oder jedes Rechtssystem, das diese Art der Kooperation verurteilt oder verbietet, verseucht die wichtigste Ressource der Gesellschaft. Es ist keine materielle Ressource, aber es ist dennoch eine äußerst wichtige Ressource.“ (Richard Stallman)

Ich selber habe nicht nur einige Beiträge in Wikipedia verfasst und ergänzt, sondern bin seit einigen Jahren Fördermitglied im gemeinnützige Verein Wikimedia Deutschland. Dieser Verein gehört zur globalen Wikimedia Foundation und ist somit eine weltweite Bewegung für Freies Wissen.

Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

In diesem Sinne ein Frohes und glückliches Neues Jahr,
Norbert Schulze

WOBLUG – Linux User Group Wolfsburg

WOBLUG: Jahresabschluss am Donnerstag 11.12.2014 19:00 Uhr

Hallo Linux-Freunde,

2014 neigt sich nun dem Ende, aber mit Linux geht es weiter. Nur die Polizei in Niedersachsen macht nun nach über 10 Jahren mit freier Software einen Schritt zurück in die Abhängigkeit eines US-Softwareriesen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals an der Wolfsburger Volkshochschule am Wochenende OpenOffice-Kurse für die gestandenen Polizeibeamten gegeben habe. Heute will man angeblich dem Widerstand der Mitarbeiter nachgeben, welche sich fortwährend das vermeintlich „richtige Office“ zurück wünschen. Die Rechnung Lizenzkosten UND Schulungskosten zu sparen, scheint nicht aufgegangen zu sein. Also öffnet man aus Bequemlichkeit wieder das Steuersäckl und versucht mit dem Kauf proprietärer Software weiterhin Schulungskosten zu sparen. So sollen dann am Ende alle glücklich und zufrieden sein. Böse Zungen könnten behaupten, dass sich die NSA beschwert hat, weil sie in Niedersachsen bisher so schwer an die Daten auf den Linux-PCs der Ermittlungsbehörden heran gekommen ist. 😉


Mit dem gemütlichen Weihnachtstreff am kommenden Donnerstag 11.12.2014 19:00Uhr im China-Restaurant Peking (Seilerstraße 7, 38440 Wolfsburg) lässt die WOBLUG das Jahr ausklingen.

Die Termine für 2015 stehen bereits hier auf der Homepage. In den meisten Fällen ist es der zweite Donnerstag im Monat.


Bitte wieder dran denken: Linuxer kaufen ihre Bücher-Weihnachtsgeschenke bei http://www.bookzilla.org/ Damit wird „Freie Software“ finanziell unterstützt, ohne einen Cent mehr zu bezahlen. Obendrein mit ebenso schneller Lieferung wie bei dem anderen bekannten Online „Buchhändler“.


Freie Software kann man natürlich auch direkt unterstützen. Die Free Software Foundation Europe ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation. Deren Arbeit wird durch eine Gemeinschaft von ehrenamtlichen Mitarbeitern, Fellows und Spendern ermöglicht. https://fsfe.org/donate/donate.html


Niedersachsens Polizei will zu Windows wechseln


Zu extremistisch? Britische Provider filtern Chaos Computer Club weg


Inhalt der aktuellen Ausgabe von http://www.freiesmagazin.de/

  • Ubuntu und Kubuntu 14.10
  • State of the Commons – Zustand der Creative-Commons-Lizenzen
  • Der November im Kernelrückblick
  • Git-Tutorium – Teil 1
  • Shellskript podfetch – Podcasts automatisch herunterladen
  • Broken Age
  • Eine Einführung in Octave
  • Ubucon 2014 in Katlenburg-Lindau
  • Interview mit den Musikpiraten
  • Rezension: Schrödinger lernt HTML5, CSS3 und JavaScript
  • Rezension: Java – Eine Einführung in die Programmierung
  • Die dritte Katastrophe – Teil 2
  • FAQ zum siebten freiesMagazin-Programmierwettbewerb
  • Leserbriefe und Veranstaltungen

Inhalt der LinuxUser Community-Edition 12/2014

  • Editorial: Schmerzhafte Rasur (Linux in München)
  • Mails verschlüsseln: E-Mails auf dem Weg durchs Netz sicher zu verschlüsseln
  • Pinta: Pinta gilt als sehr einfache und damit schnell erlernbare Bildbearbeitung.
  • Gimp 2.9: Der Umbau von Gimp ist in vollem Gang und wirft seine Schatten voraus.

http://www.linux-user.de/Downloads/LUCE/2014/lu-ce_2014-12.pdf


Allen die am Donnerstag nicht dabei sein können, wünsche ich hiermit schon einmal frohe und besinnliche Weihnachten und ein glückliches Jahr 2015!

Bis dann,
Norbert Schulze